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Kunststoffbeschläge |
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Vorwort |
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"Kunststoffbeschläge sind 'Mist', das Pferd hat auf Strassen keine 'Gleitphase', und überhaupt halten sie nicht so gut, außerdem..." |
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Einleitung |
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Über Kunststoffbeschläge ist schon viel geschrieben worden. Unser Bericht soll nicht eine neue Erfindung des Rades werden. Das heißt, daß alle grundsätzlichen Beschlagsregeln, Werkzeuge etc. nicht mehr explizit vorgestellt werden. Wer hier Interesse hat kann im Anhang die "Literaturquellen" und ggf. in unserer Linkliste nachsehen. Empfehlen kann ich aus persönlicher Sicht den "Hufkurs für Reiter" von Armin Kaspar. |
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Beschlagsmaterial (bisher probiert wurden) |
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Als Fazit dieser Langzeit-Test's haben wir uns nun bis auf weiteres auf den Trotters Grip konzentriert. Die Paßform, Abriebfestigkeit, Gestaltfestigkeit und das Verschleißverhalten überzeugen. Beschlagsperioden von 8 - 12 Wochen sind theoretisch möglich! (Immer im Hinblick darauf, daß unsere Pferde im Reitbetrieb gehen!) |
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Der Beschlag |
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Wie schon Eingangs erwähnt, wird hier kein grundsätzlicher Beschlagkurs gegeben. Vielmehr möchte ich hier auf kunststoffspezifische Arbeitstechniken eingehen.Natürlich überschneiden sich hier manche Dinge. |
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1.Vorbereitung |
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![]() Der Huf bleibt weitgehenst unangetastet! |
Beim Vorbereiten achte ich immer darauf, ja nicht zuviel an Strahl und Huf wegzunehmen. Das heißt: Den Strahl nur soweit zurückschneiden als unbedingt nötig! Sohle und Eckstreben bleiben annähernd unangetastet! Den Tragrand nehme ich auf ca. 4-6 mm zurück. |
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![]() Keine Hauklinge, kein Schlagen! Modernes Elektrowerkzeug ermöglicht sanfteres Arbeiten für Mensch und Tier! |
Als letztes gleiche ich Zehe und Seitenwände an den Tragrand an. Dadurch ergibt sich ein harmonisch aussehender Huf, der in seiner Struktur (form follows function) absolut gesund und stabil ist. |
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![]() Voraussetzung: Die Pferde wurden an elektrische Werkzeuge gewöhnt! |
Noch ein Hinweis zum Aufbrennen: Eine absolut plane Fläche erreiche ich mit Hilfe eines Einhand-Winkelschleifers (elektronische Drehzahlregelung), bestückt mit einer sogenannten Polierscheibe, Körnung ca. 40. Damit erledigt sich die Diskussion um gerade Flächen und aufbrennen. Gerade die Vorbereitung des Hufs ist mitunter die Gewähr für einen guten und für das Pferd "gesunden" Beschlag. |
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2.Beschlag |
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![]() Keinen roten Stift nehmen! (Sonst gibt's so seltsame Zeitgenossen, die behaupten, man habe den Huf bis auf's Blut beschnitten!) |
Nachdem ich ein -->Meßprotokoll erstellt habe, (die Gewähr, daß tatsächlich alles paßt) beginnt nun der eigentliche Beschlag.Zuerst zeichne ich die weiße Linie mit einem Edding oder ähnlichem Filzstift nach. |
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![]() Gut markieren! (Damit es nachher auch richtig passt!) |
Dann richte ich den Beschlagsymentrisch zur Huflängsachse aus. Nun markiere ich mir 3 - 5 Punkte an der Sohle und am Beschlag. An der Position 2 des Beschlags markiere ich die ersten zwei Bohrlöcher. Nun den Beschlag nehmen und die zwei Löcher bohren. |
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![]() Die ersten beiden Nägel werden gesetzt. |
Anschließend gemäß der Markierungen auf den Huf legen und die ersten beiden Nägel setzen. Nochmals kontrollieren und die Nägel einschlagen. Fuß absetzen, nochmals kontrollieren. |
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![]() Bohren der restlichen 4 Löcher. (Die Genauigkeit ist nicht zu übertreffen!) |
Wenn alles o.k. ist, die restlichen 4 Löcher am Eisen das ja schon angenagelt ist bohren.Dadurch ist ein Vernageln so gut wie ausgeschlossen, da die Löcher 100 % ig genau auf der weißen Linie sind. Nun die restlichen 4 Nägel setzen und einschlagen. |
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![]() Alle Nägel am richtigen Platz... ...Beschlag ist symmetrisch, passt! |
Dann vernieten. Nun steht der Beschlag in der Regel noch ziemlich weit über den Tragrand hinaus. |
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![]() Aufzeichnen der Projektion (Erleichtert hinterher das Arbeiten) |
Der letzte Schritt ist nun den Belag der Größe nach dem Huf genau anzupassen. Dies geschieht indem man die Projektion des Umrisses der Hufkrone auf den überstehenden Belag aufzeichnet! In der Praxis lieber etwas großzügiger arbeiten, denn nacharbeiten kann man immer noch. |
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![]() Anmerkung: Und wieder ist es von Vorteil, wenn das Tier an Elektrogeräte gewohnt ist! |
Das überstehende Material kann entweder mit der Raspel, oder mit dem Winkelschleifer abgenommen werden. |
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Vorteile <-> Nachteile |
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Nun reden wir mal über unsere Erfahrungen. Die Vorteile und Nachteile beziehen sich auf unsere Erfahrungen, unter unseren Reitbedingungen und in unserem Reiteinsatz. Sie können nicht unbedingt verallgemeinert werden, tragen aber sicherlich ein wenig zur Meinungsbildung bei... |
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Vorteile: |
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Nachteile: |
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Fazit |
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![]() 500km mit diesem Beschlag (Bild von Naddels Huf bei der Ankunft Eurocheval-Offenburg) |
Der Kunststoffbeschlag ist der kommende Beschlag!! Meiner Ansicht nach wird es in wenigen Jahren überwiegend Kunststoffbeschläge geben. Die Qualität, die heute die Trottersbeschläge darstellen, war vor wenigen Jahren kaum zu erwarten. Aus unserer Sicht (Reitbetrieb, Herdenhaltung....) ist der Kunststoffbeschlag nicht mehr wegzudenken. Auch die Erfahrungen wie z.B. die Frankreich - Tour untermauern diesen Bericht. |
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Weiterführende Literatur |
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Anmerkung des Hausmeisters: |
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Nur mal so gesagt... |
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